Camping liegt im Trend, doch geht der Trip nicht mehr in den Süden nach Italien, immer mehr Camper zieht es in die Küstengebiete von Deutschland oder auf die vorgelagerten Inseln. Beim Insel-Camping gibt es ein paar Besonderheiten zu beachten, die bei üblichen Camping-Trips wegfallen.

Rot-weißer Leuchtturm am Strand auf Rügen.
Foto: maigus / Depositphotos.com

Anreise

Die Anreise auf eine Insel kann durchaus zu einer Herausforderung werden, wenn die ganze Ausrüstung dabei ist. Wichtig für Camper zu wissen ist, dass nicht auf jeder deutschen Insel die Anreise mit dem privaten Fahrzeug oder Camper erlaubt ist. Grundsätzlich gilt: Inseln, die autofrei sind, können nicht mit einem Camper oder Wohnmobil angefahren werden, selbst wenn vor Ort das Fahrzeug nicht genützt wird.

Folgende Inseln sind autofrei:

  • Baltrum
  • Helgoland
  • Hiddensee
  • Juist
  • Langeoog
  • Spiekeroog
  • Wangerooge

Auf diesen Inseln ist das Campen lediglich mit einem Zelt möglich, wenn es Campingplätze gibt.

Mobilität vor Ort

Unabhängig davon, ob die Insel autofrei ist oder nicht, ist die Mobilität für Camper vor Ort ein wichtiges Thema. Wer campt, muss selbst kochen und nicht immer lässt sich der gesamte Proviant gleich mitführen. Der Vorteil ist, dass die Inseln alle ein sehr gutes öffentliches Verkehrsnetz haben. Busse verkehren beispielsweise in sehr engen Abständen. Es ist empfehlenswert auch das Rad in den Campingurlaub mitzunehmen. Damit lassen sich die Inseln sehr gut erkunden. Leihräder gibt es auf einigen Inseln, jedoch nicht flächendeckend. Daher ist es meist besser das eigene Rad mit in den Urlaub zu nehmen.

Wildcampen als Lebensgefahr

Grundsätzlich ist in Deutschland das Wildcampen überall verboten. Auf einer Insel in Versuchung zu geraten einfach irgendwo ein Zelt aufzustellen, kann lebensgefährlich werden. Die Gezeiten lassen das Meer sich von den Küsten entfernen, wodurch eine trügerische Sicherheit entsteht.

Das Meer birgt durchaus auch weitere Gefahren, denn eine stürmische See kann das Campen etwa direkt am Strand oder den Dünen zu einer unangenehmen Sache werden lassen

Wer daher in Sicherheit Campen will, sollte ausschließlich auf offiziellen Campingplätzen sein Zelt aufschlagen. Neben den Risiken, die das Meer birgt, kann es zudem passieren, dass das Zelt versehentlich in einem Naturschutzbereich aufgeschlagen wird, was empfindliche Strafen nach sich ziehen kann.

Rechtzeitig buchen

Durch den Trend zum Campen im eigenen Land sind die Campingplätze rasch ausgebucht und oft über Jahre hinweg kaum Plätze zu bekommen. Insbesondere die Inseln sind beliebte Ziele, da das Campen dort oft eine sehr kostengünstige Variante bei der Übernachtung darstellt. Wer auf den deutschen Inseln campen möchte, sollte sich daher rechtzeitig einen Platz sichern.

Das gilt auch für die An- und Abreise, die mit Fähren erfolgt. Vor allem wer mit dem Camper anreist, sollte rechtzeitig das Ticket auf der Fähre buchen. Oft können die Plätze online gebucht werden, was viel unnötige Wartezeit erspart.

Bereit für jede Witterung

Die See hat es oft in sich und selbst im Sommer können hier heftige Stürme niedergehen. Vor allem wer im Zelt übernachtet, sollte nicht nur ein sehr gutes Zelt haben, sondern auch für schlechtes Wetter gewappnet sein. Dazu gehört beispielsweise, dass ein Satz trockener Kleidung in wasserfesten Beuteln verstaut wird. Zudem ist es generell sinnvoll wasserfeste Beutel mit sich zu führen, denn sollte schlechtes Wetter kommen, können Elektrogeräte wie das Smartphone sicher verstaut werden.

Camper sollten zudem darauf achten, dass die Notfallausrüstung auch immer griffbereit ist, sollte sich wirklich schlechtes Wetter ankündigen. In dem Fall gilt es auch den Camper Sturmfest zu machen und Gegenstände, die vor dem Wohnmobil stehen, drinnen sicher zu verstauen, damit sie nicht für andere zur Gefahr werden, wenn sie umherfliegen.

Freizeitgestaltung

Die meisten deutschen Inseln bieten neben dem Meer noch zahlreiche Naturerlebnisse für jede Altersgruppe. Selbst bei Schlechtwetter gibt es einiges auf den Insel zu entdecken und oft gibt es kleine lokale Museen, die einen Einblick in die Inselgeschichte geben.

Wer mit den Kindern in den Campingurlaub fährt, der sollte bevorzugt Inseln ansteuern, wo es auch Freizeitparks für die Kinder gibt. Auf Spiekeroog gibt es mehrere Spielplätze, die die Kinder in eine Abenteuerwelt entführen und sogar ein eigenes Inselbad mit speziellen Angeboten für Kindern.

Das Nachtleben auf den meisten Inseln ist in Deutschland aber eher überschaubar. Viele jüngere Gäste weichen daher eher aufs Festland aus, sollten sie einmal Party machen wollen. Es gibt allerdings auch einige Campingplätze, die auch für die jüngeren Gäste Tanzveranstaltungen anbieten. Natürlich gibt es dann auch noch immer die gemütlichen und lustigen Abende mit den Stell- oder Zeltplatznachbarn.

Inselurlaub genießen

Gute Vorbereitung ist beim Camping auf deutschen Inseln besonders wichtig. Wer jedoch vorher gut plant, der kann einem entspannten Campingtrip auf den Inseln entgegen sehen.

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